Bote von Sievernich September 2017
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Geistlicher Impuls

Am 14. September feiert die Kirche das „Fest der Kreuzerhöhung“. Hier gedenkt sie der Auffindung des Kreuzes Christi durch die Kaiserin Helena.

Kreuz, Leiden, Schmerz: das geht uns alle an. Schwer ist es auch zu sagen, was denn tiefes Leid ist. Letztlich gibt es bei jedem von uns in irgendeiner Form Kreuz, Schmerz und Leiden. Wer weiß, was es bedeutet, an einer chronischen Krankheit zu leiden? Oder wer kennt z.B. das Leiden von alt gewordenen Eltern, deren Kinder nicht mehr zu Besuch kommen; oder von Menschen, die in ihrem Beruf Entsetzliches aushalten müssen?

Für viele ist auch Einsamkeit ein großes Thema. Wenn die Wucht des Leidens uns trifft und wir es deshalb vom Glauben nicht mehr schaffen, Gott zu vertrauen, dann ist vielleicht ein erster Schritt, zu versuchen, trotz allem den Kontakt zu Gott nicht ganz abbrechen zu lassen. „Bei Jesus bleiben“ – so lehren es uns viele geistliche Männer und Frauen. Hier könnte uns auch die Mutter Jesu eine Wegweiserin sein.

So könnte auch der 15. September, der „Gedächtnistag der Schmerzen Mariens“, eine Hilfe sein, wie wir vom Glauben her mit Leid und Schmerz umgehen können. Es lohnt sich auf diesen Gedenktag zu schauen, der sicherlich im engen Zusammenhang steht mit dem Fest Kreuzerhöhung, genau ein Tag zuvor.

Dies zeigt wieder einmal, dass Maria immer und ganz mit ihrem Sohn Jesus Christus in Verbindung steht und nur mit ihm zusammen zu sehen ist. Wie furchtbar muss es gerade für eine Mutter, Maria, gewesen sein, ihr Kind leiden zu sehen und nicht helfen zu können! Das ist der große Schmerz der Kreuzesstunde. Vermutlich ist es aber auch darüber hinaus der Schmerz, dass Maria ahnt, weshalb ihr geliebter Sohn so viel leiden muss: das Erlösungsleiden aus Liebe. Liebe, die unendlich ist und sich verschenken möchte an alle Menschen und die doch abgelehnt wird.

Das Motiv der Schmerzen Mariens ist im Osten seit dem 4. Jh. bekannt, im Westen seit dem 9. Jh. Etwa ab dem 13. Jh. wird die Zahl 7 festgelegt, in Entsprechung zu den Freuden Mariens. So zählt zu den sieben Schmerzen: der Spruch Simeons, die Flucht, der dreitägige Verlust Jesu, der Kreuzweg, die Kreuzigung, die Kreuzabnahme und die Grablegung Jesu. Wenn wir Maria als „Schmerzensmutter“ verehren und am 15. September das Gedächtnis ihrer Schmerzen begehen, dann geht es nicht darum, uns in eine ungesunde „Leidensmystik“ hineinzubegeben. Und es geht auch nicht darum, Leid und Schmerzen zu verharmlosen oder sie zu glorifizieren nach dem Motto „Um so mehr ich leide, um so näher bin ich dem Herrn in der Kreuzesnachfolge“; das wäre ungut. Wir können aber von der Schmerzensmutter lernen, „bei Jesus zu bleiben“. In der dunkelsten Stunde , nämlich der Todesstunde ihres geliebten Sohnes, ist Maria nicht geflohen, sie ist nicht davon gelaufen. Sie ist bei ihm geblieben. Und das ist wichtig auch für uns: gerade das Kreuz ist ja immer die große Glaubensprüfung.

Glauben: das fällt uns einfach, wenn alles glatt geht, wenn wir zusammen mit anderen unseren Glauben leben. Aber wenn das Kreuz kommt, dann wird es oft unendlich schwer. Und so können wir in diesen Stunden einfach ganz schlicht - zusammen mit Maria – beten: „Jesus, ich will bei dir bleiben. Auch wenn es  schwer ist, ich will an dir festhalten.“ In der Stunde des Kreuzes und des Leidens gibt es keine großen Worte mehr. Leiden und Schweigen – da gibt es einen Zusammenhang. Stellen wir uns das vor: die Blick Mariens in die Augen ihres sterbenden Sohnes, der auch jetzt nichts anderes kann als zu lieben, auch und gerade seine Peiniger, die, die ihn verspotten und die, die ihn gefoltert haben. Jesu Blick: der Blick einer unendlichen Liebe. Und das hat Maria – neben all dem Schmerz auch sicherlich gespürt: dass in dieser Liebe letztlich doch alles ausgesagt ist über die ganze Welt.
Versuchen wir, immer wieder in die Schule der Gottesmutter zu gehen. Richten auch wir unseren Blick hin zu unserem Erlöser am Kreuz. „Drücke deines Sohnes Wunden, wie du selber sie empfunden heil’ge Mutter, in mein Herz.“ So heißt es in der Strophe eines alten Liedes zum Gedenktag der Schmerzen Mariens. Alles Betrachten der Leiden Christi wie auch der Schmerzen seiner Mutter soll letztlich unser Herz umgestalten, umformen.

Christus ist aus Liebe für uns gestorben und wenn wir einwilligen, dass wir ganz und immer mehr in Christus sein wollen, dann heißt das, dass wir immer mehr und alles in Liebe verwandeln sollen. Uns ist aufgetragen, unser tägliches Kreuz zu tragen. Das sieht für jeden ganz anders aus. Verdrängen wir nicht unser Kreuz; umarmen wir es und überlassen dann alle Weshalbs und Warums Gott und auch zu wessen Heil wir dieses Kreuz tragen.

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Ein tröstendes und stärkendes Wort, wenn Leid uns trifft, ist auch zu finden in der Botschaft von Papst Franziskus zum Welttag der Kranken 2017 (Quelle: www.vatican.va):    

"Der Blick Marias, der Trösterin der Betrübten, erleuchtet das Antlitz der Kirche in ihrem täglichen Einsatz für die Bedürftigen und die Leidenden. Die kostbaren Früchte dieser Bemühung der Kirche um die Welt des Leidens und der Krankheit sind ein Grund, Jesus, dem Herrn, zu danken: Er ist für uns eingestanden, im Gehorsam gegenüber dem Willen des Vaters und bis zum Tod am Kreuz, damit die Menschheit erlöst würde. Die Solidarität Christi, des von Maria geborenen Sohnes Gottes, ist der Ausdruck der barmherzigen Allmacht Gottes, die sich in unserem Leben zeigt – vor allem, wenn es gebrechlich, verletzt, gedemütigt, ausgegrenzt und leidend ist – und ihm die Kraft der Hoffnung einflößt, die uns wieder aufstehen lässt und uns unterstützt."

 


Eine Große Bitte an unsere Pilger in Sievernich:
Parken Sie bitte Ihre Wagen, wenn Sie uns besuchen, auf dem Rasenplatz am Ortseingang links. In den schmalen Straßen von Sievernich können sonst die landwirtschaftlichen Fahrzeuge nicht durchfahren. Wir und die Ortsbewohner danken es Ihnen.

Willi Offermann

Vorsitzender

 
In den Tagen um Mariä Himmelfahrt findet traditionell die Kräuterweihe statt. Daher werden wir am 7.8.2016 rote Rosen beschaffen die nach der Heiligen Messe gesegnet werden.

       

In eigener Sache:

Auf mehrfache Nachfrage der Beter folgende Mitteilung: Kosten, welche im Zusammenhang mit den Botschaften der Muttergottes stehen (z.B. Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Gebäudemieten und Unterhaltungskosten für die Anlagen usw.) werden durch den Förderverein Gebets- und Begegnungsstätte Sievernich getragen.
 
Wir bitten um Ihre Spende, damit die Anliegen der Mutter Gottes gefördert werden können. Für Spenden die für den Förderverein bestimmt sind, befindet sich eine Spendenstele in der Nähe des Brunnes hinter dem Haus der Begegnung. Die Kollekten in der Kirche sind für den Pfarrverband St. Marien bestimmt. Spenden nehmen Herr Offermann, Frau Hils und Frau Rombach gerne entgegen. Der Förderverein ist gemeinnützig und stellt Ihnen gerne eine Spendenquittung aus. Dies gilt auch für das Spendenkonto:             
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Termine

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Anmeldung im Pfarrbüro Sievernich oder unten stehender Adresse.

Brunnen in Sievernich:
Wenn jemand von Heilungen oder ärztlich belegten gesundheitlichen Besserungen hört, dann bitten wir, diese an die unten angegebene Adresse zu melden.
Blaue Gebetsoase, Schafsacker 7, 53909 Zülpich

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