Bote von Sievernich September 2016
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Kündet allen in der Not: Fasset Mut und habt Vertrauen!  (Gotteslob 221)

Ein Versuch, der Mutigkeit zu widerstehen

Ein Priester des Bistums Münster, Jahrgang 1960, läßt sich als Pfarrer entpflichten und zieht sich in ein Kloster zurück.
Die Situation der Kirche erscheint ihm unerträglich. Früher war doch alles anders. Und es sind nicht wenige, die ihm zustimmen: Priester und Leute aus dem Volk.
In der Tat: Seit Jahren sinkende Priesterzahlen, vermehrte Kirchenaustritte, rückläufige Teilnahme am Gottesdienst, schwindendes Glaubenswissen, weniger Einfluß der Kirche auf die Gesellschaft. So jedenfalls in Deutschland, weitgehend auch in Europa. Mutlosigkeit bei vielen, Resignation. Die Schlagzeilen der
Medien berichten fast nur von schlimmen Ereignissen, von all den erfreulichen Dingen ist selten etwas zu erfahren. Und dennoch, meine fast tägliche Erfahrung macht mir Mut, läßt mich hoffen. Wieder und wieder begegnen mir Menschen, deren Gottes- und Nächstenliebe mich beeindrucken.
Und ganz anders als bei uns ist auch die Situation der Kirche weltweit. 2013 stieg die Katholikenzahl um über 25 Millionen, allen voran in Amerika um 15, in Afrika um 7,5 Millionen. In großen Teilen der Erde steht der Glaube in hoher Blüte, der Gottesdienst wird mit Begeisterung gefeiert.
Wie aber sollen wir in Deutschland mit unseren Ängsten umgehen? Die Frage bleibt uns nicht erspart.
Aber da ist einer, der uns Antwort gibt. Jesus selbst ist es, der uns die Angst nimmt: „Fürchte dich nicht, kleine Herde!“ (Lk 12, 32)
Das Gleichnis vom Sauerteig (Mt 13,33) macht deutlich, wie viel die kleine Herde vermag. Wir, die Wenigen sind der Sauerteig, der dem ganzen Teig Auftrieb gibt. Wir, die Wenigen für die vielen.
In der Sprache einer Jugendbibel heißt es: Man kann das Land, wo Gott das Sagen hat, auch mit einem Hefeteig vergleichen. Eine Frau will eine Pizza machen. Sie nimmt einen Haufen Mehl und tut nur ein paar Körner Trockenhefe dazu und noch Wasser. Sie verknetet alles. Schließlich geht der ganze Teig auf. Die Hefe hat sich total ausgebreitet.
"Laß die Gläubigen die Zeichen der Zeit verstehen und sich mit der ganzen Kraft für das Evangelium einsetzen. Mach uns offen für das, was die Menschen bewegt, daß wir ihre Trauer und Angst, ihre Freude und Hoffnung teilen ...“ (Hochgebet: Jesus, unser Weg). So beten wir bei der Feier der hl. Messe.
Die Menschen brauchen einen, der sie in ihrer Trauer begleitet, sie in ihrer Angst nicht allein läßt, der mit ihnen lacht und weint, der ihnen Mut macht, vielleicht auch nur schweigend zuhört, wenn er selber nicht mehr weiter weiß So werden wir Sauerteig, indem wir einfach da sind für die anderen. Und das auch dann, wenn die Zahl der Priester noch weiter sinkt.
Entscheidend ist, daß der Herr alle Tage bei uns ist. Er wird unsere leeren Hände füllen.
Die Gebetsgemeinschaft von Sievernich ist ein Stück dieses Sauerteigs, den die Welt braucht.

Es grüßt Sie alle
Ihr Hermann Joseph Koch


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Was können wir tun, jetzt und in Zukunft? Was ist Gottes Wille? Sind Papst und die katholische Kirche noch in der heutigen Zeit der richtige Weg zu Gott?

So werde ich immer wieder gefragt.
Don Bosco beschreibt in seiner Vision die beiden Säulen unserer Rettung. Diese sind: Die erste Säule: Die Heilige Eucharistie. Jesus ist den Menschen nicht fern! Er kommt zu uns in der Gestalt des Brotes, der Heiligen Eucharistie. Die zweite Säule ist die Immaculata, die Verehrung der Gottesmutter Maria. Beides scheint heute in der Kirche sehr gefährdet und doch ist es unser Weg zu Gott. Die katholische Kirche wurde von unserem Herrn Jesus selbst gegründet und er empfiehlt uns ein Leben in der Kirche, in den Sakramenten, also ein sakramentales Leben. Veraltet? Keineswegs! Hiermit sind wir jeden Tag auf’s neue Anfänger. Jeder Tag stellt uns Christen vor neue Herausforderungen, die vor allem nicht einfach sind. Aber ohne die Treue zu Papst und Kirche können wir diesen Weg nicht gehen. Was Papst und Kirche im Großen ist die Familie im Kleinen. Die Familien sind der Grundstein der Kirche. Und genau hier (Papst, Kirche, Familie) setzt der Widersacher an, der große Verwirrer. Spaltung, Trennung, Entzweiung. Ich könnte Euch so viel darüber berichten, doch es ist mir erst einmal wichtig, dass Ihr wisst, wie segensreich ein sakramentales Leben ist. Fangt damit an! Wir sind nicht perfekt, habt keine Angst! Dies ist das segensreiche Jahr der Barmherzigkeit. Die Barmherzigkeit ist der große Schlüssel für uns Menschen und sogleich eine Herausforderung. Schaut mal, wie viele Menschen in Not geraten sind! Sind wir Ihnen gegenüber barmherzig? Sicher gibt es unter ihnen auch Opfer der Dunkelheit, es sind die, die sich dem Terror hingeben. Da gibt es aber noch Jene, die unsere Hilfe benötigen. Seid barmherzig und betet! Seid täglich Anfänger im sakramentalen Leben auf Gott hin. Jeden Tag neu! Betet mit dem Herzen, sprecht mit Gott Vater, mit Jesus, mit Maria und den heiligen Engeln. Lebt dieses Leben und strahlt die Gnade Gottes aus. Im Kleinen, in den Familien. Etwas vorzuleben ist besser, als immer pausenlos darüber zu reden. Die Kinder und Jugendlichen sind nicht blöde. Sie schauen genau hin. Leben wir Christen unseren Glauben oder sind wir nur Fassaden-Christen? Was im Kleinen anfängt, hört im Großen auf. Aber bitte ohne aufgesetzte Fassade, denn die bröckelt bekanntlich ja sehr schnell. Alles mit Ruhe und Geduld. Übereifer schadet eher.
Wir werden Euch demnächst einmal die Sakramente der katholischen Kirche vorstellen und empfehlen Euch den Katechismus der katholischen Kirche als Lektüre. Hier könnt Ihr die Antwort zu Euren Glaubensfragen finden. Ansonsten empfehle ich das Gespräch mit einem Priester, was sehr heilsam sein kann. Bleibt vor allem ein offenes Gefäß für Gott. Schließt nicht Euren Deckel! Dies meine ich ernst. Denn immer, wenn ich meinte, ich hätte verstanden, wurde ich eines besseren belehrt. Soviel zu mir.
Die Vision des Don Bosco stimmt mit der Botschaft der Makellosen von Sievernich überein. Die Kirche wird im Blute gewaschen werden müssen. Deshalb ist es wichtig, dass wir beten, uns zum Gebet treffen, damit wir diesen Wirren mit Heil und Segen begegnen. Gott hat einen Plan, dies kann ich Euch mit Sicherheit sagen. Deshalb ist die Makellose im Umbruch der Zeiten zu uns nach Deutschland gekommen. Sie hat auf Deutschland mit ihren Füßen gestanden, weil es eine wichtige Rolle spielen wird. Sie lässt uns nicht alleine!

Denkt doch auch mal an Padre Pio, der in Sievernich heute noch die Beichtenden begleitet. Er, ein Mann der Kirche, wurde von Gott begnadet, hat aber auch Vieles erlitten. Er hat Verbote von der Kirche bekommen, man war sich nicht sicher, vieles konnte nicht nachvollzogen werden. Und was hat er gemacht? Er war der Kirche treu ergeben und hat sich nicht gegen diese gestellt. Er hat alles getragen. Hat er deshalb seine Gnade verloren? Nein, denn er wurde von Gott geliebt, weil er treu war und dies zeichnete seine Liebe zu Gott und den Menschen aus.

Deshalb, liebe Beter, behaltet das, was gut ist und Eure Seele erhebt zu Gott! Urteilt nicht über Jene, die den Weg noch finden müssen. Seid barmherzig und gebt Ihnen Hilfen. (Beim Reiten heißt es so schön, den Pferden Hilfen geben.) Gebt Ihnen Hilfen und bedrängt die Suchenden nicht. Denn Gottes Liebesbeweis an uns ist der freie Wille. Diesen sollten wir auch den Suchenden lassen und ihnen einfach nur Beispiel sein, damit sie ihren Weg gehen können. Ich bin keine Theologin und schreibe nur aus meinen gemachten Erfahrungen zu Euch. Bitte entschuldigt, wenn ich im Wort nicht geschult bin.

Euch den reichen Segen Gottes!
Manuela



Termine

==> über den Link in der linken Menuspalte





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Welcher Priester gibt unseren Gläubigen Beichtgelegenheit in der Pfarrkirche von Sievernich während der Hauptgebetstreffen, in der Regel am ersten Montag im Monat - gerne auch als Mitzelebrant bei der Messe um 18:15 Uhr.
Anmeldung im Pfarrbüro Sievernich oder unten stehender Adresse.

Brunnen in Sievernich:
Wenn jemand von Heilungen oder ärztlich belegten gesundheitlichen Besserungen hört, dann bitten wir, diese an die unten angegebene Adresse zu melden.
Blaue Gebetsoase, Schafsacker 7, 53909 Zülpich

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Senden Sie uns Ihre Gebetsanliegen. Wir werden diese in unsere Gebete bei der Messe oder beim Rosenkranzgebet einschließen.

Spenden
Zur weiteren Förderung und Planung des Geistlichen Zentrums in Sievernich sind wir froh und dankbar um Spenden – dazu die unten angegebene Kontonummer.

Förderverein KGZ, Kto 31853010
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