Bote von Sievernich Juni 2016
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Geistlicher Impuls

Es sind nicht immer ganz große Dinge, die im Leben eines Christen wichtig sind. Als Christ/in den Alltag zu bewältigen und in der Gemeinschaft mit dem Herrn zu bleiben, das ist die große tagtägliche Herausforderung. Folgende Aspekte könnten uns dabei immer wieder ein Hilfe und Orientierung sein.

1. Dankbarkeit. Als Christ ist es ein großer Dienst an unserer Welt, dass wir immer und in allem Gott Dank sagen. Gerade der Sommermonat Juni, wo wir das Leben so richtig feiern sollen, ist eine große Einladung, Gott immer wieder zu danken. In unserem Leben gibt es – trotz des Schweren, was sicherlich jeder in irgendeiner Weise zu tragen hat - auch sehr viel Schönes und Helles. Setzen wir uns doch einmal in Ruhe hin und schauen – eventuell auch mit Hilfe unseres Kalenders auf die vergangenen Wochen und Monate. Und sagen wir dann ganz ausdrücklich Dank. Da gab es bestimmt die eine oder andere schöne und tiefe Begegnung in der letzten Zeit. Da war vielleicht auch irgendwann eine Überraschung dabei. Oder wir haben ein besonders gutes Buch entdeckt und gelesen. In der Hl. Schrift ist immer wieder vom Dank die Rede. So etwa auch im Philipper-Brief. Die Stelle, die einlädt, „in jeder Lage“ (!) Gott Dank zu sagen ist folgende: „Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.“ (Phil 4, 6f.).

2.    Loslassen lernen. Das fällt schwer. Aber letztlich ist jedes Abschiednehmen, jedes Loslassen auch immer schon eine gute Übung, ganz am Ende unseres Lebens Loslassen zu können. Weniger sind es vielleicht die Dinge, die wir weggeben oder verschenken, was uns schwer fällt. Eher noch sind es Menschen, die entweder heimgerufen werden, umziehen oder – und das ist vielleicht noch schlimmer -  manchmal, die uns fremd werden. Manche Beziehung und Freundschaft wandelt sich im Leben. Vielleicht, weil die Umstände sich verändern. Oder aber weil wir selber uns ändern. Aber manches Abschiednehmen von Menschen lässt sich auch gar nicht erklären. Jesus lädt uns immer wieder ein, alles weg zu geben, es letztlich ihm in die Hände zurückzugeben. Dies heißt nicht immer, sofort und alles auf einmal loszulassen. Aber wir sollen und dürfen von ihm lernen, dass – wenn wir die Gabe des Schenkens und Weggebens leben – letztlich jene innere und tiefe Freiheit erlangen, die gut und wichtig für uns ist. Loslassen, schauen wir einfach ganz konkret, wie wir das schon jetzt einüben können. Probieren wir z.B. ganz konkret etwas aus unserem Haus zu verschenken. Z.B. an Kinder, Notleidende oder vielleicht auch irgendetwas Kleines, jedem, der bei uns zu Gast ist. Wir werden merken, dass uns das froh stimmt.

3.    Barmherzig sein. Noch stehen wir mitten im „Jahr der Barmherzigkeit“ und wir können, wenn wir auf das liebende Herz unseres Erlösers Jesus Christus schauen, von ihm lernen, was es heißt barmherzig zu sein. Jesus Christus hatte ein zugleich menschliches und göttliches Herz. Mit dem menschlichen Herzen hat er sowohl die tiefen existenziellen     Sorgen und Nöte der Menschen wahrgenommen, sich zu Herz genommen. Nein, das Leben ist nicht einfach; das Leben ist u.U. hart, unfair, voller Schmerz und Leid. Zugleich hat er mit seinem göttlichen Herzen wahrgenommen, dass die Not des Menschen aber noch viel größer ist. Der Mensch sehnt sich zutiefst nach Geborgenheit und nach einer ursprünglichen „Reinheit des Herzens“, die allein es möglich macht, „vollkommen in der Liebe“ zu sein. Und so bedarf der Mensch einfach seines Schöpfers; er braucht Gott: um eine Heimat zu finden, die einem nie genommen wird und um immer wieder neu Gottes Vergebung zu empfangen. Ja, Gott traut dem Menschen immer mehr zu! Ein Mehr an Leben und ein Mehr an Liebe! Seien wir also ein wenig so barmherzig wie Jesus Christus selbst: Sehen wir die materielle und die seelische Not um uns herum und bitten wir Gott um seinen Heiligen Geist, der uns dann die richtigen Worte der Liebe eingeben kann oder der uns zu ungeahnten Handlungen drängen kann, die unseren Schwestern und Brüdern wirklich weiterhelfen.

Beim Regina Coeli - Gebet auf dem Petersplatz in Rom sagte am Pfingstsonntag, den 15.05.2016 Papst Franziskus Folgendes: (Quelle: www.vatican.va)

„Jesus sagt zu seinen Jüngern: »Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll« (Joh 14,15-16). Diese Worte rufen uns vor allem in Erinnerung, dass die Liebe zu einer Person und auch zum Herrn nicht mit Worten erwiesen wird, sondern mit Taten. Und auch die Befolgung der Gebote muss in einem existentiellen Sinn verstanden werden, so dass das ganze Leben einbegriffen ist. Denn Christ sein bedeutet nicht in erster Linie, zu einer gewissen Kultur zu gehören oder einer bestimmten Lehre zu folgen, sondern vielmehr sein Leben in jedem seiner Aspekte an die Person Jesu zu binden und – durch ihn – an den Vater. Mit diesem Ziel verheißt Jesus seinen Jüngern die Ausgießung des Heiligen Geistes. Gerade dank des Heiligen Geistes, der Liebe, die den Vater und den Sohn eint und aus ihnen hervorgeht, können wir alle das Leben Jesu leben. Der Geist nämlich lehrt uns alles, das heißt das Einzige, was unverzichtbar ist: zu lieben wie Gott liebt.“





Termine


Montag, 06.06.2016    Hauptgebetstreffen
14:00    Kreuzweg im Pfarrgarten, Erhalt der Schöpfung, danach Aussetzung,
             Rosenkranz, Gebet und Beichtgelegenheit bei Herrn Pfr. Kremer u. Herrn
             Pfr. Koch

18:15   
Hl. Messe, anschl. sakramentaler Segen
19:15   
Angelus an der Kapelle


Montag, 13.06.2016
17:30   
Aussetzung, R
osenkranz mit Anbetung

Montag, 20.05.2016
17:30   
Aussetzung, R
osenkranz mit Anbetung


Montag, 27.06.2016
17:30   
Aussetzung, R
osenkranz mit Anbetung

Montag, 04.07.2016    Hauptgebetstreffen
14:00    Kreuzweg im Pfarrgarten, Erhalt der Schöpfung, danach Aussetzung,
             Rosenkranz, Gebet und Beichtgelegenheit bei Herrn Pfr. Kremer u. Herrn
             Pfr. Koch

18:15   
Hl. Messe, anschl. sakramentaler Segen
19:15   
Angelus an der Kapelle


Montag, 30.05.2016
17:30   
Aussetzung, R
osenkranz mit Anbetung