Bote von Sievernich März 2016
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Joseph, der Heilige mit den großen Ohren

In einer Kirche fand ich ihn dargestellt als einen Mann mit übergroßen Ohren.
Was mag sich der Künstler dabei gedacht haben‘?
Die Ohren waren dem Künstler so Wichtig, weil sie dem hl. Joseph wichtig waren. Ohren, um zu hören, nicht der Mund, um zu reden. S0 ist denn auch kein einziges Wort, das der hl. Joseph gesprochen hat, in der hl. Schrift; erwähnt.
Mag ja sein, dass Gott, als er den Menschen erschuf, ihm zwei Ohren, aber nur einen Mund gab, damit er zweimal hinhöre, ehe er einmal den Mund auftut.
So einer ist er, der Heilige, der nicht viel redet, aber die Ohren aufhält. Ein Mann, der hört, zuhört, hinhört, auf das, was Gott ihm sagen will, der horcht und gehorcht wie es nur einer kann, der genau hinhört.
Matthaeus 1, 18-20. 28: ,,Mit der Geburt Jesu Christi war es so. Maria, seine Mutter, war mit Joseph verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete — durch das Wirken des Heiligen Geistes. Joseph, ihr Mann, der gerecht War und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Joseph, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. …
Als Joseph erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.“
Im Traum hört Joseph, was Gott von ihm Will. Bis in den Schlaf hinein ist er einer, der die Ohren offen hält, der horcht, um zu ge — horchen, Wenn Gott ihn braucht. Und das Wird ihm nicht leicht gefallen sein. So hatte er sich sein Leben nicht vorgestellt. Maria und Joseph müssen sich doch sehr lieb gehabt haben, hatten sich schon verlobt, hatten von einem glücklichen Leben miteinander geträumt, wie alle jungen Leute, die sich auf Ehe und Familie freuen.
So bleibt Joseph bei seiner Maria. Was wäre auch aus Maria geworden? In den Augen der Dorfbewohner eine uneheliche Mutter. Man hätte über sie geredet, sie schlecht gemacht, am Ende gar gesteinigt, wie es Sitte war, wäre da nicht Joseph gewesen, den die Leute für den Vater dieses Kindes hielten.
Und dann erleben wir die beiden auf dem Weg zum Steuertermin in Bethlehem. Maria kurz vor der Niederkunft. In der Herberge war kein Platz für sie. Unwillkürlich denken wir an die vielen, die in ähnlichen Situationen heute unterwegs sind, kein Dach über dem Kopf, hungernd, frierend. Und keiner will sie haben.
In einem Viehstall wird das Kind geboren, die Mutter legt das Neugeborene in eine Futterkrippe. Und immer noch ist er dabei. Joseph, lässt die beiden nicht allein, auch nicht, als sie später das Jesuskind in den Tempel bringen, um es dem Herrn zu weihen, wie das Gesetz es vorschreibt. Immer noch sind Joseph und Maria in den
Augen der Leute die Eltern Jesu, wie der Evangelist Lucas (2, 39) berichtet: ,,Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz … vorschreibt, kehrten sie in … ihre Stadt Nazareth zurück.“
Lucas 2, 41: ,,Die Eltern Jesus gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf.“ Und da passiert es. Sie haben das Kind verloren. Ein Kind verlieren, verzweifelt nach ihm suchen, drei Tage lang. Schrecklich! Und als sie ihn endlich gefunden haben, ,,Waren sie sehr betroffen. … Kind, wie konntest du uns das antun. Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht (Lucas, 2, 48 f).“ Und dann fragt Jesus seine Eltern, ob sie denn nicht wussten, dass er ,,im Hause seines Vaters“ sein müsste. Da mussten sie aber erst einmal schlucken, stelle ich mir vor.
Joseph bleibt bei alldem am Rand des Geschehens, spielt sich nicht in den Vordergrund, ist einfach nur da für die Menschen, die ihm Gott anvertraut hat. Entscheidend ist und bleibt für ihn, hinzuhören auf das, was Gott will, horchen und gehorchen. Er ist der Mann, den Gottes Engel immer wieder anrührt und in Gottes Pläne einweist.

Träumen gehorchen, die Stille verstehn,
warten und schweigen und hören wie du.
Heiliger Joseph, führ uns zu Jesus.
Teile mit uns deinen Glauben an ihn.

Da sein und treu sein und gut und gerecht,
schützen und trösten und lieben Wie du,
Heiliger Joseph, führ uns zu Jesus,
teile mit uns deine Liebe zu ihm.
Quelle:
Te Deum, Stundengebet im Alltag, 03.2013/15

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Termine

Montag, 29.02.2016
17:30   
Aussetzung, Rosenkranz mit Anbetung

Montag, 07.03.2016 (Hauptgebetstreffen erst am Montag der Karwoche)
17:30 
  
Aussetzung, Rosenkranz mit Anbetung

Montag, 14.03.2016
17:30   
Aussetzung, Rosenkranz mit Anbetung

Montag, 21.03.2016    Gebets- und Bußweg
Die Pilger für den Gebetsweg Gürzenich – Sievernich treffen sich um 08:30 Uhr zur Busfahrt von Sievernich nach Gürzenich. 10:00 Uhr Jugendheim Gürzenich. 10:00 Uhr Abgang zur Kirche. Dort bitten wir um den Reisesegen und werden wie immer um 10:15 Uhr uns auf den Weg machen. Wie immer wird uns der Reisebus begleiten in welchen Sie Unterwegs nach Bedarf ein- und aussteigen können.
Bitte melden Sie sich aus organisatorischen Gründen an.
Einzelheiten auf der verlinkten Übersicht (pdf-Datei)

08:30
    Abfahrt Begleitbus / Haus der Begegnung, Sievernich
            Begleitbus wie bisher, Rückfahrt für Pilger mit Problemen kostenlos
18:00ca. Ankunft in Sievernich
Hauptgebetstreffen
14:00    Kreuzweg im Pfarrgarten, Erhalt der Schöpfung, danach Aussetzung,
            Rosenkranz, Gebet und Beichtgelegenheit.
18:15    Hl. Messe, anschl. sakramentaler Segen
19:15    Angelus an der Kapelle

Montag, 28.03.2016 (Ostermontag)
17:30   
Aussetzung, R
osenkranz mit Anbetung

Montag, 04.04.2016    Hauptgebetstreffen
14:00    Kreuzweg im Pfarrgarten, Erhalt der Schöpfung, danach Aussetzung,
            Rosenkranz, Gebet und Beichtgelegenheit bei Herrn Pfr. Kremer u. Herrn
            Pfr. Koch

17:00   
Hl. Messe, anschl. sakramentaler Segen
19:15   
Angelus an der Kapelle



Vorschau:


Samstag, 16.4.2016    Vortrag
Helmut Lungenschmid kommt nach Sievernich. Er berichtet von seinem Nahtoderlebnis als 16-Jähriger, von seiner Sicht auf Himmel, Hölle, Fegefeuer. Wie er mitteilt, sind ihm die tatsächli-chen Marienerscheinungsorte gezeigt worden. Sievernich war einer von ihnen.   
14:30    Helmut Lungenschmid: "Mein Sterbeerlebnis"   
            Anmeldung erforderlich /Eintritt freiwillig

Vorschau:

Samstag, 16.4.2016    Vortrag
Helmut Lungenschmid kommt nach Sievernich. Er berichtet von seinem Nahtoderlebnis als 16-Jähriger, von seiner Sicht auf Himmel, Hölle, Fegefeuer. Wie er mitteilt, sind ihm die tatsächli-chen Marienerscheinungsorte gezeigt worden. Sievernich war einer von ihnen.   
14:30    Helmut Lungenschmid: "Mein Sterbeerlebnis"   
            Anmeldung erforderlich /Eintritt freiwillig