Bote von Sievernich Januar 2016
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Liebe Schwestern und Brüder in und um Sievernich,

haben Sie auch ins neue Jahr gefeiert? Viele Menschen waren auch in diesem Jahr an Silvester wieder fröhlich zusammen, haben Sekt getrunken oder mit Musik und Tanz das neue Jahr begrüßt. Um Punkt Zwölf knallten drinnen die Korken, draußen knallten Böller und Raketen. Manche ergötzten sich an einem festlichen Essen, andere an „Dinner for one“. Durch Bleigießen und durch das Studium von Horoskopen versuchte man, den Schleier über der Zukunft zu lüften, und gute Vorsätze wurden gefasst. Und zur Jahreswende läuteten überall die Kirchenglocken.
Doch trotz der Glocken: Neujahr ist ursprünglich kein kirchliches Fest. Das neue Kirchenjahr hat ja für die Kirche bereits am Ersten Advent begonnen. Warum aber lädt dann die Kirche die
 Gläubigen am Neujahrsmorgen zum Gottesdienst ein? Die weltlichen Neujahrsfeiern erhielten durch die Kirche erst nachträglich einen religiösen Anstrich, indem auf den ersten Januar das Hochfest der Gottesmutter Maria und später auch noch der Weltfriedenstag gelegt wurde. Weltfriedenstag – Gottesmutter Maria – Neujahr –wie passt das zusammen?

Der Schlüssel zur gemeinsamen Erschließung der drei Feste ist Weihnachten.  Der erste Januar fällt in die Weihnachtszeit. Und zur Feier der Geburt unseres Herrn Jesus Christus haben wir gesungen: Welt ging verloren, Christ ist geboren!
Eine neue Zeit – die Fülle der Zeit, wie Paulus schreibt, hat mit Christi Geburt begonnen: nicht nur eine neue Zeitrechnung, nach der wir unsere Jahre zählen, nein, mit der Geburt Christi hat eine entscheidende Wende für das Schicksal des Menschen begonnen. Gott greift durch die Geburt seines Sohnes in die Geschichte ein. Er schickt den Heiland, den Retter, in die verlorene Welt. Das Licht der Welt erleuchtet die Dunkelheiten des menschlichen Daseins. Das Kind in der Krippe gibt Hoffnung: Hoffnung auf bleibendes Leben, auf echte Liebe und auf dauerhaften Frieden. Christus ist der Friedensfürst.
Und die Welt braucht Frieden. Als Weltfriedenstag erläutert der erste Januar die Worte des Engels: Frieden den Menschen auf Erden, Frieden den Familien, Frieden den Dörfern und Städten, Frieden den Völkern, die sich entzweit haben, unfähig, wie Brüder und Schwestern zusammenzuleben, Frieden der ganzen Welt. Christ ist geboren, und Welt ist nun nicht mehr verloren.

Damit die durch Weihnachten geschenkte Hoffnung auf Leben, Liebe und Frieden in Erfüllung gehen kann, braucht es Menschen, Menschen wie Maria.  Ohne das Ja, das Fiat der jungen Frau aus Nazaret hätte Weihnachten und damit der Beginn unserer aller Erlösung nicht stattgefunden. Gott baut auf die freie Entscheidung der Menschen. „Mir geschehe, wie du gesagt hast“, antwortet Maria dem Engel.

Damit ist der Weg frei für das größte Mysterium unseres Glaubens:
Gott wird Mensch.
Auch wenn Maria nicht sogleich versteht, vertraut sie dem Wort Gottes. Auch wenn sie nicht begreift, wie ihr Kind, das Kind armer Eltern, zum Friedensfürst, zum Heiland für alle werden soll, bewahrt sie alles, was sie erlebt hat, in ihrem Herzen.

Wenn wir am ersten Januar das Hochfest der Gottesmutter Maria feiern, so feiern wir die freie Entscheidung des Menschen zu Gottes Heilsplan. Gott braucht auch heute noch Menschen, die wie Maria an ihn glauben und so helfen, sein Reich wachsen zu lassen, eine neue, eine bessere Welt, eine Welt voll Leben, Liebe und Frieden.  Gott braucht Menschen, die wieder mehr „Dein Wille geschehe“ anstatt „Mein Wille geschehe“  in  ihrem Herzen sprechen. Gott braucht Sie und mich.

Neujahr – ein neues Jahr wird geboren. Wir wissen nicht, was es uns bringen wird. Ob die Neujahrswünsche und die Vorsätze sich erfüllen, bleibt ungewiss.  Die Sterne können den Schleier, der über der Zukunft liegt, nicht lüften, die Horoskope bleiben sinnlos. Von der Silvesterparty bleiben vielleicht ein ordentlicher Kater und ein Berg schmutzigen Geschirrs, der jedoch vom Geschirrspüler oder von fleißigen Händen schnell wieder abgetragen wird. Vom Feuerwerk  bleiben  abgebrannte  Raketen-hülsen, die auch bald verschwunden sind.

Aber eines bleibt, eines wissen wir: Gott wird auch im neuen Jahr seine Hand nicht von uns nehmen. In Christus hat er uns für alle Zeiten zugesichert: Ich bin bei euch, ich lasse euch nicht im Stich, ich führe alles zu einem guten Ende. Deshalb können wir wie damals Maria vertrauensvoll in die Zukunft blicken, das neue Jahr dankbar aus der Hand Gottes annehmen und, gleich wie Maria, unser eigenes, bescheidenes Fiat, unser Ja zu Gott sprechen:

Ja, Gott, mir und uns geschehe auch in diesem neuen Jahr so wie du es für recht hältst, und nicht wie wir es immer gerne hätten.

Mit Gottes Segen und der Hilfe der Gottesmutter Maria dürfen wir mit Vertrauen und Dankbarkeit das neue Jahr 2016 erwarten.




Termine

Montag, 04.01.2016    Hauptgebetstreffen
14:00    Kreuzweg im Pfarrgarten für den Frieden und den Erhalt der Schöpfung,
            danach Aussetzung, Rosenkranz u. Gebet. Beichtgelegenheit bei Herrn
            Pfr. Kremer u. Herrn Pfr. Koch   
17:00    Heilige Messe, Anbetung, danach (ca. 18:00 Uhr) zur Marienkapelle, wo
           
zum Abschluß der Angelus gebetet wird.

Montag, 11.01.2016
17:30    Aussetzung, Rosenkranz mit Anbetung

Montag, 18.01.2016
17:30    Aussetzung, Rosenkranz mit Anbetung

Montag, 25.01.2016
17:30    Aussetzung, Rosenkranz mit Anbetung

Montag, 01.02.2016    Hauptgebetstreffen
14:00    Kreuzweg im Pfarrgarten für den Frieden und den Erhalt der Schöpfung,
            danach Aussetzung, Rosenkranz u. Gebet. Beichtgelegenheit bei Herrn
            Pfr. Kremer u. Herrn Pfr. Koch   
17:00    Heilige Messe, Anbetung, danach
(ca. 18:00 Uhr) zur Marienkapelle, wo
            zum Abschluß der Angelus gebetet wird.

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Welcher Priester gibt unseren Gläubigen Beichtgelegenheit in der Pfarrkirche von Sievernich während der Hauptgebetstreffen, in der Regel am ersten Montag im Monat - gerne auch als Mitzelebrant bei der Messe um 18:15 Uhr.
Anmeldung im Pfarrbüro Sievernich oder unten stehender Adresse.

Brunnen in Sievernich:
Wenn jemand von Heilungen oder ärztlich belegten gesundheitlichen Besserungen hört, dann bitten wir, diese an die unten angegebene Adresse zu melden.
Blaue Gebetsoase, Schafsacker 7, 53909 Zülpich

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Senden Sie uns Ihre Gebetsanliegen. Wir werden diese in unsere Gebete bei der Messe oder beim Rosenkranzgebet einschließen.

Spenden
Zur weiteren Förderung und Planung des Geistlichen Zentrums in Sievernich sind wir froh und dankbar um Spenden – dazu die unten angegebene Kontonummer. Barspenden für den Förderverein geben Sie bitte an Frau Schmitz (Küsterin); Frau Zimmermann oder Frau Hils (Kirchenvorstand); Herrn Offermann, Frau Köpf oder Herrn Dr. Müller (Vorstand Förderverein).

Förderverein KGZ, Kto 31853010
Pax-Bank Köln, BLZ 37060193
IBAN DE20 3706 0193 0031 8530 10 / BIC GENODEED1PAX
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