Bote von Sievernich September 2015
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Geistlicher Impuls

I. Gedanken zu den Marienfesten im September

Im Monat September feiert die Kirche drei Marienfeste, die genauer anzuschauen sind, da jedes Fest der Kirche uns als wanderndem Gottesvolk eine Hilfestellung sein kann auf unserem Weg zu Gott.


Mariä Geburt (8. September)   

Die Liturgie der Kirche kennt drei Geburtsfeste. Die Geburt unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus, die Geburt Johannes des Täufers und die Geburt Marias. Erkennbar ist, dass es aber einen inneren Zusammenhang zwischen all diesen drei Geburten gibt: sie alle weisen hin auf das eine große Geheimnis der Menschwerdung Gottes in seinem Sohn Jesus Christus. Johannes der Täufer bereitete das Kommen Christi vor und musste so an der Schnittstelle von Altem und Neuem Bund in die Welt kommen. Ebenso Maria: sie hat Gott ihr bedingungsloses Ja gegeben und hat dem Erlöser das Leben geschenkt. Der Ursprung des Festes Mariä Geburt liegt wahrscheinlich in der Weihe der St.Anna-Kirche in Jerusalem, weil man dort das Geburtshaus der Gottesmutter vermutete. Die Kirche feiert die Geburt Marias, da in ihr und durch sie das Heil seinen Anfang hat. Danken wir Gott an diesem Festtag, dass er uns Maria geschenkt hat! Sie hat Jesus Christus geboren, ihn umsorgt und groß gezogen; wie sehr ist doch ein Mensch geprägt auch von seiner leiblichen Mutter! Danken wir aber auch, dass Maria uns heute Lebenden geschenkt ist: als unsichtbare Mutter, Wegbegleiterin und Trösterin.


Mariä Namen (12. September)   

Im Römischen Kalender ist zwar der Gedenktag „Mariä Namen“ nicht vorhanden, wohl aber im deutschen Sprachgebiet, da der Gedenktag besonders auch bei den vielen Wallfahrtsorten eine lange geschichtliche Tradition aufweist und fest verwurzelt ist. Viele, die ihren eigenen Namenspatron nicht kennen, feiern den Namenstag am Namenstag der Gottesmutter. Unter Papst Innozenz IX. wurde nach der Befreiung Wiens (am 12. September 1683) der Gedenktag auf die ganze Kirche ausgeweitet. Denken wir so an diesem Gedenktag an Jesu Mutter und seien wir gewiss, dass ein noch so kurzes Gebet zu ihr und selbst nur das stille Anrufen ihres Namens, gehört wird, und dass Maria ihrem Sohn alles anvertraut. Ferner wollen wir auch dankbar sein über unsere Namenspatrone und  sie immer wieder um ihre mächtige Fürsprache bei Gott bitten.


Gedächtnis der Schmerzen Mariens     (15. September)

Niemals ist Maria isoliert zu betrachten; untrennbar ist ihr Leben gewesen vom Leben ihres Sohnes, und so hat der Gedenktag der Schmerzen Mariens (1814 unter Papst Pius VII. eingeführt; unter Pius X. auf den 15. September gelegt) eng zu tun mit der Passion Jesu, bei der Marias Anwesenheit vorausgesetzt wird. In der Bibel ist von 7 Schmerzen im Leben Marias die Rede; so kam es auch zum Gedächtnis der 7 Schmerzen: 1. die Weissagung Simeons (Lk 2,34-35); 2. die Flucht nach Ägypten (Mt 2,13-15); 3. die Suche nach Jesus bei der Wallfahrt (LK 2,41-52), 4. Maria auf dem Kreuzweg Jesu; 5. die Kreuzigung Jesu (Joh 19,25-27), 6. die Abnahme Jesu vom Kreuz und 7. die Grablegung Jesu.

Denken wir daran, was auch immer uns in unserem Leben widerfährt, was für Schicksalsschläge wir oder andere, die uns nahe stehen und zu durchleiden haben, dass wir uns im Gebet mit der Gottesmutter verbinden können. Sie wird uns helfen, das Kreuz zu tragen, fest auf ihren leidenden Sohn zu schauen und vor allem wird sie uns helfen, an Gottes unergründlichem Wirken nicht irre zu werden, und mit ihrem Sohn Jesus Christus vereint, trotz allem ein Zeichen der Liebe in dieser Welt zu sein.



II. Anbetung: Gott in allem die Ehre geben

In den Botschaften, die Manuela Strack erhalten hat, ist oft der Wunsch des Himmels formuliert, dass Sievernich ein Ort der Anbetung werden soll.

„Folgt dem Wunsch meines Sohnes Jesus und meinem Wunsch, dass mein Sohn Jesus oft in dieser Kirche angebetet wird. So darf ich euch die Gnaden meines geliebten Sohnes schenken.“ (5. Juli 2004)

Schon jetzt wird dieser Bitte in Sievernich vielfach nachgekommen: bei den monatlichen Gebetstreffen und auch montags bei Rosenkranzgebeten. Das ist schon ein entscheidender Schritt und wir können froh und dankbar sein, dass es Priester gibt, die für diese Möglichkeit der eucharistischen Anbetung sorgen.
Fünf Gedanken könnten uns in dieser Zeit, wo vieles noch offen ist, wie es in Sievernich weitergeht, eine Hilfestellung sein, dass das Thema Anbetung noch mehr in unserem eigenen geistlichen Leben einen Raum erhält.

1. Wenn wir mobil sind und es uns zeitlich möglich ist, dann besuchen wir doch auch zusätzlich zu den offiziellen Gebetstreffen in Sievernich einfach hin und wieder die Sievernicher Kirche St. Johann Baptist. Sie ist tagsüber offen; und gerade unter der Woche herrscht hier eine wunderbare Stille. Schenken wir dem Herrn eine halbe Stunde Zeit, wo wir zu ihm kommen. ER ist ja da, im Tabernakel. Und wir können ihn dort anbeten, auch wenn es sicherlich ein Verzicht ist, dass wir ihn nicht in der Monstranz vor uns sehen. Aber gehen wir auch jetzt schon oft in die Kirche von Sievernich und beten wir den Herrn dort an.

2. Sicherlich ist es auch der Wunsch der Gottesmutter, dass ihr Sohn Jesus Christus auch in allen anderen katholischen Kirchen angebetet wird. Auch hier können wir in unserem Alltag es einrichten, dass wir hin und wieder in unsere Kirchen vor Ort gehen und den Herrn besuchen. Und auch wenn es nur ein schlichte Kniebeuge ist, ein kurzes Vater unser. Der Herr freut sich sehr darüber! Schade ist sicherlich, dass die Kirchen oft – aus Sicherheitsgründen – abgeschlossen sind. Aber grüßen wir dann dennoch unseren König und Herrn in diesen Kirchen, indem wir bewusst an der Kirche vorbei gehen oder gar kurz stehen bleiben und innerlich ein kurzes Gebet sprechen.

3. Anbetung heißt letztlich, dass wir anerkennen, dass Gott der alleinige Maßstab und das Ziel meines Lebens ist, dass ER größer ist als alles und dass wir uns, unser Leben und alles, IHM allein verdanken. Es ist wichtig, dass wir immer mehr zu „Menschen der Anbetung“ werden; d.h. immer mehr die oben beschriebene Grundgesinnung erlangen. Anbetung ist so weit mehr als das anbetende Gebet allein, sondern die innere Haltung der Anbetung, die Gott allein die Ehre geben will. Dies muss auch konkretisiert werden in unserem Leben. Auf wen höre ich? Um wen kreist mein Leben? Wie wichtig ist mir Gott wirklich? Wenn ich ein „Mensch der Anbetung“ werden möchte, dann zeigt sich das in allen Lebensbereichen.

4. Vielfach sind wir so eingespannt in unseren alltäglichen Aufgaben, dass es uns nicht möglich ist, den Herrn in einer Kirche zu besuchen und dort Anbetung zu halten. Deswegen aber das Gebet, das stille Zwiegespräch mit Gott aufzugeben, wäre fatal. Deshalb sorgen wir doch dafür, dass es in unseren Häusern und Wohnungen eine kleine Gebetsecke, einen Herrgottswinkel gibt, einen Ort, wo ich – auch wenn es nur zehn Minuten am Tag sind –ganz in Ruhe und ungestört mit Gott sprechen kann. Wenn ich regelmäßig in Kontakt trete mit dem lebendigen Gott, dann wird mein Leben mehr und mehr verwandelt werden. Und sicherlich wächst in uns so mehr und mehr der Wunsch nach der Eucharistie und auch nach  der eucharistischen Anbetung.

5. Vielleicht wächst so auch der Mut, auch mit einigen anderen Gleichgesinnten in unseren jeweiligen Pfarrgemeinden, wohlwollend auf den verantwortlichen Priester zuzugehen und diesen zu bitten, evtl. eine halbe Stunde vor oder nach dem Gottesdienst die eucharistische Andacht zu ermöglichen. Man sollte hier aber keinen Druck ausüben und ggf. ein solches Gespräch im Gebet vorbereiten, z.B. mit einer Novene oder mit dem Rosenkranzgebet.


Termine


Montag, 07.09.2015    Hauptgebetstreffen
14:15    Kreuzweg im Pfarrgarten für den Frieden und den Erhalt der Schöpfung,
            danach Aussetzung, Rosenkranz u. Gebet. Beichtgelegenheit bei Herrn
            Pfr. Kremer u. Herrn Pfr.
18:15    Heilige Messe danach ca. 19:15 Angelus an der Kapelle


Montag, 14.09.2015

17:30    Aussetzung, Rosenkranz mit Anbetung u. Angelus
18:45    Bibelstunde

Montag, 21.09.2015   
17:30    Aussetzung, Rosenkranz mit Anbetung u. Angelus

Montag, 28.09.2015   
17:30    Aussetzung, Rosenkranz mit Anbetung u. Angelus


Montag, 05.10.2015    Hauptgebetstreffen
14:15    Kreuzweg im Pfarrgarten für den Frieden und den Erhalt der Schöpfung,
            danach Aussetzung, Rosenkranz u. Gebet. Beichtgelegenheit bei Herrn
            Pfr. Kremer u. Herrn Pfr. Koch   
18:15    Heilige Messe, Anbetung, danach wird  das Hauptgebetstreffen beendet
            mit unserer alljährlichen Lichterprozession zum Immaculata-Brunnen
            und weiter zur Marienkapelle, wo um ca.
20:00    der Angelus gebetet wird.

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Welcher Priester gibt unseren Gläubigen Beichtgelegenheit in der Pfarrkirche von Sievernich während der Hauptgebetstreffen, in der Regel am ersten Montag im Monat - gerne auch als Mitzelebrant bei der Messe um 18:15 Uhr.
Anmeldung im Pfarrbüro Sievernich oder unten stehender Adresse.

Brunnen in Sievernich:
Wenn jemand von Heilungen oder ärztlich belegten gesundheitlichen Besserungen hört, dann bitten wir, diese an die unten angegebene Adresse zu melden.
Blaue Gebetsoase, Schafsacker 7, 53909 Zülpich

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Senden Sie uns Ihre Gebetsanliegen. Wir werden diese in unsere Gebete bei der Messe oder beim Rosenkranzgebet einschließen.

Spenden
Zur weiteren Förderung und Planung des Geistlichen Zentrums in Sievernich sind wir froh und dankbar um Spenden – dazu die unten angegebene Kontonummer. Barspenden für den Förderverein geben Sie bitte an Frau Schmitz (Küsterin); Frau Zimmermann oder Frau Hils (Kirchenvorstand); Herrn Offermann, Frau Köpf oder Herrn Dr. Müller (Vorstand Förderverein).

Förderverein KGZ, Kto 31853010
Pax-Bank Köln, BLZ 37060193
IBAN DE20 3706 0193 0031 8530 10 / BIC GENODEED1PAX
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