Bote von Sievernich Februar 2015
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Geistlicher Impuls

Zwei Festtage, an denen im Monat Februar besonders an die Mutter Jesu gedacht wird, sollen im Folgenden in den Blick genommen werden:
Einmal feiert die Kirche am 2. Februar das Fest der „Darstellung des Herrn“, das auch vielfach „Maria Lichtmess“ genannt wird. Im Evangelium dieses Festtages wird uns vor Augen geführt, wie damals Josef und Maria ihren Sohn Jesus in den Tempel von Jerusalem brachten, um dieses Kind gemäß den religiösen Vorschriften ihres Volkes „dem Herrn zu weihen“ (Lk 2,22). Es kommt dann zu jener wunderbaren und geheimnisvollen Begegnung des greisen Simeon mit diesem kleinen Kind, das er in die Arme nimmt und - erfüllt vom heiligen Geist - in ihm den von Gott gesandten Erlöser und Retter erkennt. „Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ (Lk 2,30 – 32).

In dem Kind von Betlehem leuchtet die göttliche Wahrheit und Herrlichkeit allen Völkern auf. Als der ganz Gott Geweihte ist Jesus Christus Heil und Licht aller Menschen. Am Fest der Darstellung des Herrn begeht die Kirche außerdem seit 1997 den sogenannten „Tag des geweihten Lebens“. Ordensleute, Priester und in der Welt lebende gottgeweihte Frauen und Männer, aber auch die ganze Kirche ist eingeladen, für das Geschenk des geweihten Lebens zu danken. In diesem Jahr ganz besonders, da die Kirche weltweit das „Jahr des geweihten Lebens“ begeht. Ordensleute haben sich in ausdrücklicher Weise Gott geschenkt. Sie bezeugen aber auch, dass wir alle durch die Taufe Gott „geweiht“ sind; ja, dass jeder Christ immer wieder neu versuchen sollte, sein Leben immer mehr Gott zur Verfügung zu stellen. „Darstellung des Herrn“ und „Tag des geweihten Lebens“: bitten wir den Herrn darum dass wir immer mehr Jesus Christus zur Mitte unseres Lebens machen und dass wir dies auch von seiner Mutter lernen. In Maria haben wir eine gute Begleiterin im Leben und Glauben, die uns hilft, ihrem Sohn auch in der heutigen Zeit treu zu bleiben.

Am 11. Februar begeht die Kirche den „Welttag der Kranken“. Dieser wurde 1993 anlässlich des Gedenkens an alle Kranken von Papst Johannes Paul II. eingeführt. Seinen Ursprung hat dieser Gedenktag in Frankreich, in Lourdes. Jedes Jahr feiert die Kirche am 11. Februar den „Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes“. Weil Johannes Paul II. eine tiefe und persönliche Verbindung mit diesem Ort hatte, berief er einen Tag der Kranken, der am liturgischen Gedenktag der Gottesmutter Maria von Lourdes gefeiert wird. Nach Lourdes pilgern jedes Jahr tausende Menschen aus der ganzen Welt, um eine Heilung der Seele und des Körpers durch die Fürsprache der Gottesmutter bei Gott zu erbeten.

Mit Krankheit und Leid ist sicherlich jeder schon einmal in Berührung gekommen. Sei es, dass er oder sie selbst Schweres durchzustehen hatte oder aktuell durchstehen muss. Oder ein schwerer Krankheits- oder Pflegefall liegt in der eigenen Familie oder im Bekanntenkreis vor. Leid, Krankheit und Tod: das sind die wirklichen Prüfsteine unseres Glaubens. Das war auch bei den Jüngern Jesu so, die das Leiden ihres Herrn und Meisters nicht verstehen konnten. In seiner Botschaft zum „Welttag der Kranken 2015“ schreibt Papst Franziskus, der darin immer wieder auf die „Weisheit der Herzens“ zu sprechen kommt, unter der Nr. 5 (Quelle www.vatican.va): Folgendes: „Auch wenn die Krankheit, die Einsamkeit und die Unfähigkeit die Oberhand über unser Leben der Hingabe gewinnen, kann die Erfahrung des Leidens ein bevorzugter Ort der Vermittlung der Gnade sein und eine Quelle, um die sapientia cordis zu erwerben und zu stärken. Darum versteht man, wieso Ijob sich am Ende seiner Erfahrung mit den Worten an Gott wenden kann: Vom Hörensagen nur hatte ich von dir vernommen; jetzt aber hat mein Auge dich geschaut (42,5). Auch die im Geheimnis von Leid und Schmerz versunkenen Menschen können, wenn dieses im Glauben angenommen wird, lebendige Zeugen eines Glaubens werden, der es erlaubt, sich im Leiden selbst niederzulassen, obwohl der Mensch mit seiner Intelligenz nicht fähig ist, es bis zum Grunde zu begreifen.“ Weiter vertraut der Papst dies Welttag unter der Nr. 6 der Gottesmutter an: „Ich vertraue diesen Welttag der Kranken dem mütterlichen Schutz Marias an, die die menschgewordene Weisheit, Jesus Christus, unseren Herrn, in ihrem Schoß empfangen und geboren hat. O Maria, Sitz der Weisheit, tritt du als unsere Mutter für alle Kranken ein und für die, welche sie pflegen. Gib, dass wir im Dienst am leidenden Nächsten und durch die eigene Erfahrung des Schmerzes die wahre Weisheit des Herzens aufnehmen und in uns wachsen lassen können.“




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130. Geburtstag   -   70. Todestag
Pfarrer Alexander Heinrich Alef - „Ein Blutzeuge des 20. Jahrhunderts“

Alexander Alef stammt aus Köln und wurde dort am 2. Februar 1885 geboren. Am 1.8.1909 wurde Alef von Kardinal Antonius Fischer in Köln zum Priester geweiht. Im Oktober 1930 wird Alexander Alef Dorfpfarrer von Sievernich. Die Schwierigkeiten im neuen NS Regime begannen sehr bald, er wird bei der NSDAP denunziert.

Im September 1943 erhält Alef unter dem Druck der Gestapo ein Tätigkeitsverbot und wird aus dem Bistum Aachen ausgewiesen. Der damalige Chefarzt des Birkesdorfer Krankenhauses, Dr. Schüller, schrieb Alef haftunfähig. Wegen seines körperlichen Zustands fand er Aufnahme in dem Zisterzienserkloster Marienstatt im Westerwald. Pfarrer Alef musste sich dort in regelmäßigen Abständen bei der Polizei melden.

Im Dezember 1943 muss er auch dieses Kloster verlassen und kam ins Cellitinnenkloster Düren Niederau mit der Auflage der regelmäßigen polizeilichen Meldung. Von hier aus wird Alef im Februar1944 von der Gestapo abgeholt und im Aachener Gefängnis Adalbertsteinweg inhaftiert. Zuvor aber übergab Alef im Kloster Niederau seinen Rosenkranz mit den Reliquien des hl. Hermann Josef von Steinfeld Schwester Johanna - welche aus Sievernich stammte – mit den Worten: “Den sollen sie nicht auch noch haben.“ Der Rosenkranz sollte für die Sievernicher in der Pfarrkirche aufbewahrt werden.

Am 6. September 1944 wird Alef in das NS-Erziehungslager Köln-Deutz am Messehof gebracht. 14 Tage später, noch im September 1944, wird Alef aus Köln kommend im Konzentrationslager Buchenwald (Weimar) eingeliefert.

Am 6.1.1945 trifft Alef - vermutlich wegen der nahenden Front von Buchenwald verschleppt – im KZ Dachau ein, wo er an Entkräftung und den Folgen einer Krankheit am 16. Febr. 1945 stirbt.
Pfarrer Alexander Alefs Leiche wurde im Krematorium verbrannt.

Auf Anregung von Pfarrer Trimborn beschloss die Gemeindevertretung 1960, die Kirchstraße in Pfarrer-Alef-Straße umzubenennen.


Termine


Montag, 02.02.2015    Hauptgebetstreffen
14:15    Kreuzweg im Pfarrgarten für den Frieden und den Erhalt der Schöpfung, danach Aussetzung, Rosenkranz u. Gebet. Beichtgelegenheit bei Herrn Pfr. Kremer u. Herrn Pfr. Koch   
18:15    Heilige Messe, Zelebrant: Prälat Prof. Dr. Moll, Predigt über Pfarrer Alef, danach ca. 19:15 Angelus an der Kapelle

Montag,09.02.2015
17:30    Aussetzung, Rosenkranz mit Anbetung u. Angelus
18:45    Bibelstunde mit Frau Manuela Strack

Montag,16.02.2015
17:30    Aussetzung, Rosenkranz mit Anbetung u. Angelus

Samstag,21.02.2015
18:00    Rosenkranz
18:30    Hl. Messe   
19:00 (ca.) Nightfever mit der Gruppe Nussbaum, Beichtgelegenheit bis ca: 20:00h  - 20:15h

Montag,23.02.2015
17:30    Aussetzung, Rosenkranz mit Anbetung u. Angelus

Montag, 02.03.2015    Hauptgebetstreffen
14:15    Kreuzweg im Pfarrgarten für den Frieden und den Erhalt der Schöpfung, danach Aussetzung, Rosenkranz u. Gebet. Beichtgelegenheit bei Herrn Pfr. Kremer u. Herrn Pfr. Koch   
18:15    Heilige Messe, Anbetung, danach ca. 19:15 An-gelus an der Kapelle


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Welcher Priester gibt unseren Gläubigen Beichtgelegenheit in der Pfarrkirche von Sievernich während der Hauptgebetstreffen, in der Regel am ersten Montag im Monat - gerne auch als Mitzelebrant bei der Messe um 18:15 Uhr.
Anmeldung im Pfarrbüro Sievernich oder unten stehender Adresse.

Brunnen in Sievernich:
Wenn jemand von Heilungen oder ärztlich belegten gesundheitlichen Besserungen hört, dann bitten wir, diese an die unten angegebene Adresse zu melden.
Blaue Gebetsoase, Schafsacker 7, 53909 Zülpich

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Senden Sie uns Ihre Gebetsanliegen. Wir werden diese in unsere Gebete bei der Messe oder beim Rosenkranzgebet einschließen.

Spenden
Zur weiteren Förderung und Planung des Geistlichen Zentrums in Sievernich sind wir froh und dankbar um Spenden – dazu die unten angegebene Kontonummer. Barspenden für den Förderverein geben Sie bitte an Frau Schmitz (Küsterin); Frau Zimmermann oder Frau Hils (Kirchenvorstand); Herrn Offermann, Frau Köpf oder Herrn Dr. Müller (Vorstand Förderverein).

Förderverein KGZ, Kto 31853010
Pax-Bank Köln, BLZ 37060193
IBAN DE20 3706 0193 0031 8530 10 / BIC GENODEED1PAX
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